bewegtes Tönen


Mit nach innen gewandter Aufmerksamkeit forme ich Töne. Es ist gleichwertig, was immer sich zeigt. Wichtig ist nicht, wie "schön" es klingt, sondern die Erkundung des Raums, den ich mit den Tönen auslote. Mit verschiedenen Tönen gelange ich in verschiedene Winkel in mir.
Die Atmung und das Vibrieren beleben mich und bald beginne ich zu wiegen, mich zu weiten, meine Hände und Arme bewegen sich wie Äste im Wind oder wie Wasserpflanzen und schon suchen auch die Füße neues Land. So kann ich mich behutsam von einem gemeinsam mit anderen geschaffenen Klangraum tragen lassen, mich treiben lassen, und dabei immer mehr "in mich hinein" - aus dem bisherigen, beengten Dasein heraus - wachsen.
Und wer nicht selber tönen möchte, ist herzlich eingeladen, nur zu hören, und sich dabei auf eine Reise durch die phantasievolle Welt der Klänge zu begeben - stehend, sitzend, liegend oder tanzend.
Zum Abschluss hilft eine kleine Plauderrunde den Boden der gemeinsamen Realität wieder zu finden, und der weitere Tag kann in vollen Zügen genossen werden!